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Schweisshund

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Montag, 3. November 2014, 23:00

Re: Landesjagdgesetz NRW Diskussion

Zitat von »"huckebein"«

wenn ich an das wetter hier am WE denke und wo ich da überall wandersleute gesehen habe frage ich mich ernsthaft, was mehr unruhe bringt... ne jagd von 3 stunden oder 2tage nonstopp leute mit hunden, kindern, fahrrädern motoxern und sonstwas

denen verbietet niemand was, tendenziell ja auh richtig aber irgendwie insich schon wieder hirnverbrannt

mit dem verhungern war von meiner seite eigentlich hauptsächlich in die richtung gedacht, wenn es dazu kommt gibt es zuviel wild. früher waren die winter wesentlich härter und trotzdem gabs im frühjar genügend wild. die wurden aber über die sommer nicht durch mastfelder 8wenn ihs so nennen darf) ala mais und raps hochgezüchtet


Laut dem Minister Bonde aus BW ist das nicht so. Laut ihm sind Jäger bähhhh und Störenfriede. Aber Geocacher sind kein Problem, genauso die Cross-Fahrer. Das hat er tatsächlich gesagt.
Hier in BW macht der LJV endlich mal richtig gute Arbeit. Die Grünen haben sich ja selbst ins knie geschossen. Nach ihrem neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetzt (also nimmer Jahgdgesetz) sollen die Bauern 20 Prozent vom Wildschaden übernehmen. Somit hat man nicht nur den LJV, sondern alle Bauernverbände gegen sich aufgebracht. Der LJV wurde in die Diskussion mit einbezogen. Es wurden aber wirklich KEINE Vorschläge, Wünsche u.ä. in das JWMG aufgenommen. Es gab jetzt leichte Nachbesserungen, aber die sind eigentlich auch für die Tonne.
Beispiel:
1. Entwurf: Von Februar bis April ist im Wald eine Jagdruhe vorgesehen. Es darf nur noch auf freier Fläche gejagd werden.
2. Entwurf: Von März bis April herrscht im Wald nach 200 Meter ab der Waldgrenze Jagdruhe. Der Kollege zieht die Luft wirklich durch das falsche Loch


Wenn du jagst auf grüner Au,
auf Has, auf Hirsch und wilde Sau,
ob als Herr oder als Knecht,
nicht das WER,
das WIE ist waidgerecht.

Schweisshund

Jungjäger

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32

Montag, 3. November 2014, 23:07

Re: Landesjagdgesetz NRW Diskussion

Hier ein Ausschnitt von der Diskussion im Landtag
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.bwagrar.de/Fotos-und-Videos/Alexander-Bonde-zum-Jagdgesetz,QUlEPTQ1MzA2NzcmTUlEPTE2NDI3Nw.html" onclick="window.open(this.href);return false;">http://www.bwagrar.de/Fotos-und-Videos/ ... DI3Nw.html</a><!-- m -->

oder hier
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.natuerlich-jagd.de/index.php?option=com_content&view=article&id=811&Itemid=1" onclick="window.open(this.href);return false;">http://www.natuerlich-jagd.de/index.php ... 1&Itemid=1</a><!-- m -->

Mittlerweile hat er sich so beliebt gemacht, dass er um jede Unterstützung bettelt.


Wenn du jagst auf grüner Au,
auf Has, auf Hirsch und wilde Sau,
ob als Herr oder als Knecht,
nicht das WER,
das WIE ist waidgerecht.

Knut

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Dienstag, 4. November 2014, 11:39

Re: Landesjagdgesetz NRW Diskussion

Zitat von »"huckebein"«

früher waren die winter wesentlich härter und trotzdem gabs im frühjar genügend wild. die wurden aber über die sommer nicht durch mastfelder 8wenn ihs so nennen darf) ala mais und raps hochgezüchtet

Unf früher hatten Felder auch noch Hecken als Begrenzung, die im Winter Deckung und Äsung lieferten. ;-)

Die moderne Kulturlandschaft bietet einfach nicht genug Strukturen, dass das Wild sich im Verhalten anpassen kann. Zumal ein Grossteil der Landschaft vor allem Tagsüber durch den hohen Besucher-/Nutzungsdruck durch den Menschen nicht genutzt werden kann.

1-2 Wochen Kaltfront nach nassem Schneefall und schon gibt's nen Harschdeckel, den das Wild schlicht nicht durchbrechen kann. (So geschehen vor wenigen Jahren im Westerwaldkreis.)
Die einzige Nahrung, die dann noch bleibt, sind die Naturverjüngungen im Wald, die als Einstand dienen. Und wenn das Wild die verbeisst, wird der Abschuss sofort hoch gesetzt. Die ist nämlich tabu. Nur hat das dem Wild keiner gesagt.

Womit wir bei einer Kernfrage der Sache sind, die ich schlicht und einfach nicht verstehen kann:

Warum ist es in allen Bereichen ok, dass wir jeden letzten Fitzel der Natur nutzen, nur das Wild muss sich selbst regulieren und völlig natürlich und unbeeinflusst sein?
Warum ist Forstwirtschaft mit Pflanzungen in Ordnung, wenn ich als Jäger den Wildbestand aber nutzen will und füttere, um manches Manko auszugleichen, ist das ein nicht vertretbares Herumpfuschen mit Mutter Natur? Warum ist Jagd keine legitime Ressourcennutzung? Vor allem in einer Kulturlandschaft, in der absolut rein gar nichts vom Menschen unbeeinflusst ist.

Das passt für mich einfach vorne und hinten nicht zusammen und zeugt für mich von der Unfähigkeit, das Gesamtbild zu betrachten.

Diese Sichtweise, die vor allem in grünpolitischen Kreisen verbreitet ist, ergibt für mich schlicht keinerlei Sinn.
Wie kann man diese Widersprüche nicht nur nicht sehen, sondern geflissentlich ignorieren und sogar romantisieren?
...Doc, ehrlich... Ich war's nicht!

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Dienstag, 4. November 2014, 13:46

Re: Landesjagdgesetz NRW Diskussion

Zitat von »"Knut"«

Zitat von »"huckebein"«

früher waren die winter wesentlich härter und trotzdem gabs im frühjar genügend wild. die wurden aber über die sommer nicht durch mastfelder 8wenn ihs so nennen darf) ala mais und raps hochgezüchtet

Unf früher hatten Felder auch noch Hecken als Begrenzung, die im Winter Deckung und Äsung lieferten. ;-)

Die moderne Kulturlandschaft bietet einfach nicht genug Strukturen, dass das Wild sich im Verhalten anpassen kann. Zumal ein Grossteil der Landschaft vor allem Tagsüber durch den hohen Besucher-/Nutzungsdruck durch den Menschen nicht genutzt werden kann.

1-2 Wochen Kaltfront nach nassem Schneefall und schon gibt's nen Harschdeckel, den das Wild schlicht nicht durchbrechen kann. (So geschehen vor wenigen Jahren im Westerwaldkreis.)
Die einzige Nahrung, die dann noch bleibt, sind die Naturverjüngungen im Wald, die als Einstand dienen. Und wenn das Wild die verbeisst, wird der Abschuss sofort hoch gesetzt. Die ist nämlich tabu. Nur hat das dem Wild keiner gesagt.

Womit wir bei einer Kernfrage der Sache sind, die ich schlicht und einfach nicht verstehen kann:

Warum ist es in allen Bereichen ok, dass wir jeden letzten Fitzel der Natur nutzen, nur das Wild muss sich selbst regulieren und völlig natürlich und unbeeinflusst sein?
Warum ist Forstwirtschaft mit Pflanzungen in Ordnung, wenn ich als Jäger den Wildbestand aber nutzen will und füttere, um manches Manko auszugleichen, ist das ein nicht vertretbares Herumpfuschen mit Mutter Natur? Warum ist Jagd keine legitime Ressourcennutzung? Vor allem in einer Kulturlandschaft, in der absolut rein gar nichts vom Menschen unbeeinflusst ist.

Das passt für mich einfach vorne und hinten nicht zusammen und zeugt für mich von der Unfähigkeit, das Gesamtbild zu betrachten.

Diese Sichtweise, die vor allem in grünpolitischen Kreisen verbreitet ist, ergibt für mich schlicht keinerlei Sinn.
Wie kann man diese Widersprüche nicht nur nicht sehen, sondern geflissentlich ignorieren und sogar romantisieren?


:up:

Knut

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Samstag, 8. November 2014, 05:44

Re: Landesjagdgesetz NRW Diskussion

Constantin Freiherr Heereman hat das ganze find ich in seiner markant-urchigen Art hervorragend in einem Interview mit dem RWJ ausgedrückt:

Zitat


RWJ: Was ist beim Gesetzesentwurf schief gelaufen?
Heereman:
Emotionen scheinen heute in der Politik alles zu sein, Sachverstand nichts. So ist dieser Entwurf zustande gekommen.
...Doc, ehrlich... Ich war's nicht!

Toph99

Jungjäger

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Samstag, 8. November 2014, 12:36

Re: Landesjagdgesetz NRW Diskussion

Dieser Aussage ist gerade auch in ihrer Generalität zuzustimmen.

fape19988

Jungjäger

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Mittwoch, 3. Dezember 2014, 19:48

Re: Landesjagdgesetz NRW Diskussion

Besuch mich doch auf Youtube: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/user/FapesTheHunterLPs" onclick="window.open(this.href);return false;">http://www.youtube.com/user/FapesTheHunterLPs</a><!-- m -->