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Mein Hunterprofil: Jennerwein

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Freitag, 26. Januar 2018, 13:51

Intel I7-4790, 16 GB RAM, NVidia GTX 970, Monitor WQXGA (2560 x 1600 px) - bei hohen Standard-Einstellungen ruckelfreie 37-42 frames

Technikangaben nur weil gefordert.

Ich will keine weiteren Bugs aufzählen, doch stößt mir als Real-Life-Jäger einiges sauer auf.

Die Windabhängigkeit bei der Jagd ist stark übertrieben, bei schlechten Wind springen z.B. Tiere ab, die gut 100 Meter entfernt sind, auch wenn man auf dem Hochsitz keine Bewegung macht. Im späteren Verlauf kann man Geruchsreduzierer für viel Geld kaufen, der jedoch nur ganz kurz hilft, man weiß noch nicht mal wie lange, sollte doch mindestens eine halbe Spielstunde wirksam sein - sonst Wucher.

Die Caller funktionieren nur mäßig (besonders Fuchs/Hasenklage) und Sprays viel zu kurz, man weiß auch nicht, wie lange überhaupt.

Das Verhalten der nicht beschossenen Tiere nach Schuss ist völlig verwirrend, manche Tiere springen ab, kehren aber gleich wieder um (Drang zurück zum Einstand oder Futterplatz ist zu groß) - in der Realität sind sie mindestens 30 Minuten verschwunden. Schwarzwild/Wisente bleibt oft stehen und geht zum Angriff über, das hatte ich noch nie erlebt, außer bei angeschossenen Tier.

Kürzlich fand ich Rotwildhirsche auf einer Insel, die zurück in ihren Einstand wollte, ich konnte auf einziger Furt alle Tiere in kurzer Zeit erlegen, die Tiere wollten trotz des Beschusses stur das Wasser überqueren. KI ist in diesen Fällen nicht vorhanden

Dadurch kommt der Vorteil des Bogens kaum zum Tragen, auch da springen die Tiere oft ab und kommen etwa wie bei den lauten Waffen zurück. Der ominöse Jagddruck wird identisch erhöht. In der Realität ist nach einem Abschuss nach einer Stunde alles beim Alten, nur wenn man Gebiet anhaltend bejagt kann sich was ändern.

Die getroffenen Tiere fallen fast um, stehen dann wieder auf und rennen weg mit gekrümmten Buckel (das gibt es nur bei Waidwundschuss). In Wirklichkeit schmeißt die Kugel die Tiere nicht um, sondern sie springen sofort ab, bei Lungenschuss mit einem hohen Sprung nach oben, bei Herzschuss eher tiefer.

Ansitzjagd macht wenig Sinn, denn wenn keine Tiere innerhalb des Renderbereichs sind, kommen auch keine neuen hinzu, außerhalb scheinen die Tiere inaktiv zu sein und kommen auch nicht neu in die aktive Zone hinzu. Deshalb kann man stundenlang auf dem Hochsitz ohne Ansicht verbringen.

Ich find es seltsam, dass ich eine mehr als einen Meter breite Spur in den Feldern hinterlasse, dabei habe ich "nur" Schuhgröße 46. :huh:

Im Spiel gibt es viele morgendliche Gewitter, die aber in unseren Regionen meist erst am Abend entstehen.

Bei den Informationspunkten wird immer von Kiefern gesprochen, die angeblich auch als Weihnachtsbäume verwendet werden, das wäre mir neu. Ich sehe dabei rundum nur Fichten. Vermutlich nur falsche Übersetzung Kiefern statt Fichten.

Wenn wir schon bei falscher Bezeichnung sind, es wird die Rubrik Pistolen aufgeführt, aber da gibt es nur Revolver zum Kaufen, das ist auch in englisch sprachigen Ländern so.

Es wird auch in England und Skandinavien keine Richtgeschwindigkeitsschilder (quadratisch, rechteckig, blau mit weißer Schrift) auf kleinen Landstraßen geben, wer fährt denn mindestens 80, wenn 20 Meter weiter eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 angezeigt wird, an manchen Stellen stehen sie gegenüber, in eine Richtung mindestens 80 empfohlen, in der Gegenrichtung mit 60 limitiert. Bei uns stehen keine Stoppschilder an einmündenden Feldwegen, höchstens ein Vorfahrt gewähren Schild.

Schalen und Hufe werden meist gespreizt dargestellt, auch wenn Tiere nur gehen.

Ganz geschockt war ich beim ersten Anblick von Eichhörnchen, die sind so groß wie ein Fuchs, zumindest größer als ein Hase, der wiederum zu klein ausfiel.

Auf dem Gelände der Lodges, die teilweise mit Vorposten benannt sind (den Ausdruck gibt es nur beim Militär), hört man ein Getrampel von vielen Tieren, verlässt man den Ort ist alles weg.

Insgesamt habe ich mich nach viel Frust bei den Missionen mit dem Spiel dann doch noch angefreundet und bin froh über die Einnahmen, wenn mir mehrere dämliche Tiere am selben Ort vor die Büchse laufen - unrealistisch, aber man gewöhnt sich daran. MIr gehen aber Wettbewerbe mit Gewinnchancen ab, der Jagdclub ist kein echter Ersatz.

Es fehlen beim Spiel vernünftige Informationsquellen, wie ein gepflegtes Wiki, und vielsprachige Kommunikationsmöglichkeiten, wie sie beim Original TH zu finden sind, was ich ohnehin für die bessere Simulation halte, trotz der seit vielen Jahren bestehenden Bugs.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Jennerwein« (29. Januar 2018, 12:44)