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Szliserine

Jungjäger mit Waffe

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1 661

Mittwoch, 15. März 2017, 23:23

WMH den Jägern und danke für eure Berichte, faszinierend zu lesen! :beer:

Offtopic Offtopic


ehr_Dusty

Jungjäger

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1 662

Donnerstag, 16. März 2017, 01:38

Vielen Dank Baruk & WMH!

sachsi

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1 663

Mittwoch, 22. März 2017, 14:13

So, ich hatte ja noch eine weitere Geschichte versprochen und die soll jetzt kommen:

Am 6. März schien der Halbmond vom Himmel, es gab tagsüber noch ein ganz wenig Schnee, so dass es eine geschlossene Schneedecke gab. Sozusagen allerbeste Voraussetzungen, um sich mal an die Sauen zu machen, dachte ich mir. Also warm angezogen und kurz nach 8 ging es raus. Ich hatte mich gerade hingesetzt und die Fenster aufgemacht. Mein erster Blick mit dem Fernglas ging in Richtung meiner Kirrung. Dort war allerdings alles beim alten, die Kirrtrommel war nicht mal angerührt. Ich lies den Blick weiter auf die Wiese schweifen und sah 3 Stück Rehwild, die auffällig in die gleiche Richtung sicherten (also guckten) und als ich auch da hin schaute sah ich, wie ein schwarzer Fleck nach dem anderen auf die Wiese kam. Es sollten letztlich ca. 20 werden. Leider sind es bis zu der Stelle, wo die Schweine kamen ungefähr 200m. Definitv zu weit. Das Glück war aber mit mir und so kam es, dass die Rotte langsam paralell zur Kanzel zog, immer wieder blieben einzelne Stücke stehen und stocherten in der Wiese nach essbarem. Ich hatte natürlich längst die Waffe aus dem Fenster gesteckt. Beim vorschieben über die Brüstung habe ich dann doch tatsächlich mein Magazin ausgelöst, dass laut polternd auf den Kanzelboden fiel. Das war es mit dem Glück, dachte ich mir, aber die Schweine hatten tatsächlich nichts bemerkt. Also Magazin aufgehoben und vorsichtig wieder eingesteckt. Dann ging es ziemlich schnell, eine der kleineren Sauen stand frei und stocherte in der Wiese. Der Schuss war raus und nachdem ich nicht mehr vom Mündungsfeuer geblendet war, konnte ich sehen, dass zum einen die Rotte verschwunden war und zum anderen, an der Stelle, wo ich geschossen hatte, ein großer schwarzer Klumpen auf der Wiese lag. Mich hat es dann nicht mehr allzu lange auf dem Sitz gehalten, ich hab mein Zeug zusammen gepackt und bin zum Schwein. Vor mir lag dann ein Überläuferkeiler von aufgebrochen 40kg. Meine Freude war extrem groß, da dies meine erste Sau im noch aktuellen Jagdjahr im heimischen Revier war. Letztes Jahr wollte es einfach nicht passen. Umso größer war auch die Freude meiner Mitjäger. Halb 10 war ich dann wieder zuhause, wirklich angenehm, wenn man am nächsten Tag früh raus muss.



Nur zwei Tage später zog es mich dann an die gleiche Stelle, voller Überzeugung, dass die Rotte wiederkommen würde. Also wieder warm eingepackt und diesmal etwas eher los, auch wenn ich der Meinung war, dass es diesmal definitiv länger dauern würde, falls es denn überhaupt klappt. Aber da diesmal mein Dienstplan mit dem Mond absolut super zusammenpasste, wollte ich jede Chance nutzen. So bin ich wieder zu der Kanzel, dummerweise bin ich beim Einstieg an der Tür etwas hängen geblieben, was einige Geräusche machte. Mein erster Gedanke war, dass jetzt erstmal keine Sau an die Kirrung mehr gehen würde. Ich hab mich dann also wieder hingesetzt, die Fenster aufgemacht und gewohnheitsmäßig wieder zuerst zur Kirrung geschaut. Meine Augen waren danach wahrscheinlich genauso groß wie die 56mm-Objektive meines Fernglases, denn da standen auf der Kirrung tatsächlich zwei Sauen, wovon sich eine mit der Kirrtrommel vergnügte. Immer noch ungläubig darüber, dass diese meinen Lärm auf 60m nicht vernommen hatten, nahm ich die Waffe hoch und musste nur kurz warten, bis die Sau an der Trommel breit stand und ich schießen konnte. Nachdem die Blendung abgeklungen war, nahm ich das Fernglas, in voller Erwartung, dort das Schwein liegen zu sehen. Aber nichts da, sollte sich mein fast schon extremes Glück etwa wieder gedreht haben? Erste Zweifel kamen auf, ob die Sau nicht vielleicht doch anders stand, als ich dachte, oder oder oder... Also gleich mal meinem Jagdherren geschrieben, dass sein Hund von Nöten sein wird. Er sagte mir dann, ich soll erstmal den Anschuss kontrollieren und ihm sagen, was ich sehe. Ich bin also erstmal zum Auto und hab die Lampe geholt. Am Anschuss dann eindeutig Schweiß und davon nicht wenig. Auch war erkennbar, dass es Lungenschweiß war. Also wieder angerufen, er war mittlerweile auch schon unterwegs. Er versicherte mir auch, dass die Sau wahrscheinlich liegt, aber mit jeder Minute, die ich wartete, kamen mehr Zweifel auf, was nicht alles doch sein könnte. Als wir dann nochmal gemeinsam zum Anschuss gingen, wurde ich schon wieder zuversichtlicher. Nach ungefähr 30m hatte der Bayrische Gebirgsschweißhund dann auch schon die Sau gefunden und wurde entsprechend gelobt. Es lag wieder ein Überläuferkeiler von 45kg auf der Strecke, der Schuss war perfekt hinter dem Blatt durch die Kammer gegangen.



So haben mir zwei Ansitze von insgesamt wahrscheinlich maximal 10 Minuten Dauer zwei Sauen gebracht. Daran könnte man sich schon glatt gewöhnen :-D
JAGEN:
Die Kunst, Wild zu hegen, bis es alt genug ist, damit es unter hohen Strapazen, hohen Kosten und viel Zeitaufwand wieder aufgespürt und erlegt werden kann.



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jamesclavell

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1 664

Mittwoch, 22. März 2017, 14:44

WMH zu den Wutzchen und thanks for sharing :up: @-}--

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Death...is just the beginning

Jagdreviermeister

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1 665

Mittwoch, 22. März 2017, 14:58

...Und die Sau legt sich zur Ruhe in des Jägers Tiefkühltruhe... :D WMH, sachsi!!!! :beer: Danke für den tollen Bericht. :up:

Audiatur et altera pars!

Baruk

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Mittwoch, 22. März 2017, 17:26

Waidmannsheil! Solch Glück muss man definitiv nutzen!

Birko

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Donnerstag, 11. Mai 2017, 00:25

Relativ unspannend heute, aber das Ergebnis hat mich etwas geschockt:

Montag ein Keilerchen geschossen gehabt und heute Abend wieder an der selben Stelle gesessen. Eigentlich galt es wieder den Sauen die am Mais Schaden machen. Kam dann aber etwas anders: Um 21.15 Uhr, hörte ich auf einmal ein "brummen" aus dem Wald. Was da brummte war dann auch Recht schnell raus gefunden, als ich was "rotes" in den Hecken sah.

Um 21.20 Uhr habe ich dann auf 60m fliegen lasse:



Knopfbock, aufgebrochen ganze 7kg schwer. Eine furchtbare Krücke und ich frag mich echt wie der uns letzten Herbst durch rutschen konnte. Das brummen kam übrigens von Rachendasseln, die dem Kollegen das Leben schwer gemacht haben.

Waidmannsheil allen!!

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jamesclavell

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1 668

Donnerstag, 11. Mai 2017, 06:14

WMH Birko :up:

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